
TAMIS
Hier informieren wir Sie über das Festival TAMIS - Tage Alter Musik im Saarland 2024-25. Die künstlerische Leitung hat Joachim Fontaine - in Zusammenarbeit mit Mechthild Blaumer und Bernhard Stilz.​
Workshop Barockmusik: Freitag, 21. März, bis Sonntag, 23. März
Präsentation: Donnerstag, 27. März, 19 Uhr
Hochschule für Musik Saar


Unsere Dozenten
Mechthild Blaumer hat als Barockgeigerin Nord- und Südamerika, Ägypten und viele Länder Europas bereist. Als Solistin, Konzertmeisterin und Ensemble-Spielerin (u.a. bei Thomas Hengelbrock, Monika Huggett, Reinhard Göbel, Frieder Bernius) war sie auf vielen renommierten Festivals zu Gast, wie den Wiener Festwochen, den Int. Festspielen in Salzburg, Ludwigsburg und Baden-Baden. Trotz ihres künstlerischen Schwerpunkts auf dem unerschöpflichen Repertoire von Frühbarock bis Klassik gastiert sie regelmäßig auch in „modernen“ Symphonie- und Kammerorchestern (u.a. Deutsche Radiophilharmonie, Münchner Kammerorchester, Bremer Kammerphilharmonie). Seit vielen Jahren unterrichtet sie Studierende an der Hochschule für Musik Saar in historischer Aufführungspraxis für Streicher.
Mario Blaumer wurde nach seinem Studium (bei Jan Polasek in München, Valentin Erben in Wien und Heinrich Schiff in Köln) zum Ersten Solocellisten in der Deutschen Radiophilharmonie ernannt. Als Orchestermusiker, aber auch als Kammermusiker war er in allen Erdteilen unterwegs. An der Hochschule für Musik Saar unterrichtet er Violoncello, Barockcello und Kammermusik. Seit vielen Jahren coacht er junge MusikerInnen und Jugendorchester, insbesondere im Bundesjugendorchester BJO.
Aktuell
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Donnerstag, 27. März, 19 Uhr, Hochschule für Musik Saar - Konzertsaal
Präsentation Giovani del Arco - Jugendbarockorchester
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Samstag, 29. März, 19 Uhr, Deutschherrnkapelle Saarbrücken
Musikalische Fundstücke aus Italien - Via Nova Quartett
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Sonntag, 30. März, 19 Uhr Vortrag / 20 Uhr Konzert, Hochschule für Musik Saar
Förderpreis Alte Musik 2025 - Martin Gester (Strasbourg)
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​Sonntag, 6. April, 17 Uhr, Schinkelkirche Bischmisheim
Musik der Venezianischen Ospedali - Ensemble CAMIRE
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Ob Stradivari-Geigen oder Silbermann-Orgeln, der Klang historischer Instrumente verzaubert bis heute. Und nicht nur das: viele musikalische Schätze warten darauf, gehoben zu werden.
Das Festival TAMIS – Tage Alter Musik im Saarland – geht dieses Mal ausnahmsweise von Herbst 2024 bis ins Frühjahr 2025 und wird für die Fans klassischer Musik (und solche, die es werden wollen) einige Neuentdeckungen, z.B. vergessene Saarbrücker Barockkomponisten zu bieten haben. Das Festival eröffnet am 13. Oktober 2024 in Saarlouis mit dem Star der Alten Musik Ton Koopman (17 Uhr Orgelkonzert in der Evangelischen Kirche). Zuvor wird im Prolog am 10. Oktober (Friedenskirche Saarbrücken) der italienische Barockgeiger Davide Monti mit Tänzerin und Ensemble sein musikalisches Labyrinth präsentieren. „Il labirinto“ hat die Menschen seit der Antike fasziniert, als Spiegel des Lebens und existientieller Fragen, quer durch die Epochen hat es auch Komponisten zu faszinierender Musik inspiriert.
Bis ins Frühjahr (Karwoche 2025) folgen weitere zwei Dutzend Veranstaltungen: Masterclasses, Kammermusik, Oratorien. Und gleich drei Projekte zum Mitmachen (Barocktanz, ein Chorprojekt mit Charpentiers berühmter „Messe de Minuit“ an Weihnachten) sowie erstmals ein barockes Jugendorchester. ​​​
Zum Finale – Ende März/Anfang April 2025 wird es wieder den „Förderpreis Alte Musik“ junger Ensembles aus ganz Europa geben (in Kooperation mit Saarländischem Rundfunk und Hochschule für Musik). Wie immer, liegt der Schwerpunkt auf der Musik der Renaissance und des Barock, Neugierige dürfen sich aber auch auf mittelalterliche Gregorianik und originale Stummfilm-Musik freuen.​​
Durch Anklicken des Bildes laden Sie unseren Flyer herunter. Wir bitten um Verständnis, dass es bei Dauer und Umfang des kommenden TAMIS zu Änderungen kommen könnte. Aktuelles erfahren Sie stets auch über diese Website!
Einen Rückblick über unsere vergangenen TAMIS-Festivals finden Sie übrigens hier.
TAMIS – Tage Alter Musik im Saarland 2024-2025
Festival
Donnerstag, 27. März, 19 Uhr
Hochschule für Musik Saar - Konzertsaal
Giovani del Arco - Jugendbarockorchester
Werke von Telemann, Händel, Bach und Vivaldi
Orchester Giovani del Aro & Kreisjugendorchester Saarlouis
Leitung Mechthild und Mario Blaumer
Eintritt frei
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Giovani del Arco – Neue Wege der Alten Musik
​Vivaldi, Händel, Telemann, die großen Namen des Barock, auf sie hat Joachim Fontaine auch Jugendliche neugierig gemacht. Erstmals wurde ein Pionierprojekt auf den Weg gebracht, mit vereinten Kräften von Akademie für Alte Musik, Hochschule für Musik, Kreisjugendorchester Saarlouis und dem musischen Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis. Mechthild und Mario Blaumer, Dozenten der Hochschule, boten einen Workshop quer durch das barocke Repertoire. Telemanns „Don Quichotte“, Vivaldis „Jahreszeiten“, die Concerti Grossi von Händel - das war die Musik der Virtuosen und hochkarätigen Hofmusiker von einst.
Das Jugendbarockorchester der Akademie, Giovani del Arco haben sie sich getauft, präsentiert die Ergebnisse des Workshops.​

Samstag, 29. März, 19 Uhr
Deutschherrnkapelle Saarbrücken
Musikalische Fundstücke aus Italien
Klassische und barocke Entdeckungen für Streichquartett aus Italien
Via Nova Quartett
Mechthild Blaumer, Violine
Helmut Winkel, Violine,
Vincent Roth, Viola
Mario Blaumer, Violoncello

Eintritt:
15 € / 10 € ermäßigt / 5 € Schüler & Studierende
Ticket-Vorverkauf:
TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85. Reservierte Karten werden an der Abendkasse hinterlegt.
Italien birgt auch musikalische Schätze: In Zusammenarbeit mit Dr. habil. Stephanie Klauk (Institut für Musikwissenschaft der Universität des Saarlandes) setzt das Via Nova Quartett seine Reihe „Musikalischer Entdeckungen“ fort, die im Vorjahr im Kongress der Gesellschaft für Musikforschung ihren Anfang nahm: Überraschendes, musikalisch durchaus spannendes kam da zu Tage, Komponistinnen und Komponisten, die das „klassische Dreigestirn“ Haydn, Mozart, Beethoven neugierig gemacht hatten auf die damals völlig neue Gattung des Streichquartetts. Auch Genies ließen sich gerne mal inspirieren. Ihren längst vergessenen Namen geht das Via Nova Quartett auf die Spur: Baldassare Galuppi, Ambrosio Minaio, Isabella Leonarda, Luigi Tomasini.
Sonntag, 30. März, 19 Uhr Vortrag / 20 Uhr Konzert
Hochschule für Musik Saar - Konzertsaal

Förderpreis Alte Musik 2025
Martin Gester (Strasbourg), Cembalo
Les Fleurs du Bien (München)
Ensemble Daphné Macary (Saarbrücken)
Anjuli Ensemble Sarre-Lorraine
Eintritt frei, Spenden willkommen
Auch die Youngsters haben im Festival TAMIS Tradition: dem musikalischen Nachwuchs widmen der Saarländische Rundfunk und die Akademie seit vielen Jahren den international ausgeschriebenen „Förderpreis Alte Musik". Alle Jahre wieder – und auch jetzt am Sonntag, 30. März, 19-21 Uhr, wird er im Rahmen des Festivals TAMIS verliehen an den talentierten Nachwuchs. Das Besondere: die Begegnung mit international gefeierten Musikern, die dem Nachwuchs im Rahmen einer Masterclass zur Seite stehen. 2025 ist dieser Künstler Martin Gester, Professor des Conservatoire Supérieur Strasbourg, Cembalist und Dirigent, dessen Aufnahmen von Kritikern diesseits und jenseits des Atlantiks als herausragende Pionierleistungen gefeiert wurden.

In Saarbrücken wird sich Gester nicht nur für seine Meisterschüler Zeit nehmen. Vor dem Preisträger-Konzert wird er eine "Open Lecture" halten zu einem Thema, das ihm besonders am Herzen liegt: "Was wir vom Tanz lernen können". Tanz, das war weit mehr als Entertainment: auch Sonaten, auch Arien, Fugen oder Sinfonien hatten den Tanz in ihrer kompositorischen DNA.
Die "Open Lecture" im Konzertsaal der Hochschule für Musik Saar beginnt um 19 Uhr, das Preisträgerkonzert um 20 Uhr.
Sonntag, 6. April, 17 Uhr
Schinkelkirche Bischmisheim
Musik der venezianischen Ospedali
Ensemble CAMIRE
Miriam Grapp, Blockflöten
Carolyn Soo, Violine
Heidrun Mertes, Violoncello
Reinhard Sieger, Cembalo
Eintritt frei, Spenden willkommen

Venedig, die "Serenissima", die erhabenste aller Städte, sorgte in ihren Ospedali nicht nur die Waisenkinder und unehelichen Töchter der "Superreichen" des Barock, sondern auch für eine exzellente Musikausbildung. Vivaldi und viele andere widmeten den jungen Talenten der Ospedali Meisterwerke der Barockmusik. Das Ensemble CAMIRE lädt ein zu einer Reise in dieses noch so gut wie unbekannte Repertoire.
Sonntag, 13. April, 17 Uhr
Evangelische Kirche Saarlouis
Georg Friedrich Händel: Omnipotence
Susanna Hurrell (Berlin)
Luci Briginshaw (London)
Judith Braun (Saarbrücken)
Joseph Doody (Edinburgh)
Jerome Knox (London)
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Kantorei Saarlouis
Ensemble UnaVolta
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Leitung: Joachim Fontaine

Eintritt:
Kat. 1: 35 € / erm. 30 €
Kat. 2: 25 € / erm. 20 €
Kat. 3: 15 € / erm. 10 €
Schüler und Studenten 5 €
Die Ermäßigung gilt für Mitglieder der Akademie für Alte Musik, für Mitglieder des Fördervereins für Musik in der Ev. Kirche Saarlouis, und für Personen mit Schwerbehindertenausweis.
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Karten erhalten Sie an der Abendkasse, demnächst auch bei Pieper Bücher.
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Vorbestellungen sind möglich über die Akademie für Alte Musik Saar: per Mail TAMIS@alte-musik-saar.de oder über den Anrufbeantworter 0681 910.24.85. Vorbestellte Karten werden an der Abendkasse hinterlegt.
Oratorium (Pasticcio) London 1774/75
Die Kantorei Saarlouis, mehrfach ausgezeichnet für ihre Rundfunk-Aufnahmen und CDs, wird eine Rarität aufführen.
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Aus den Beständen der British Library stammt dieses abendfüllende Oratorium, das kurz nach Händels Tod mit seiner eigenen Originalmusik neu zusammengestellt wurde.
Omnipotence - unterteilt in die drei symbolträchtigen Teile Creation - Redemption - Salvation - sollte Händels große Erfolge und insbesondere den Triumph seines Messiah fortsetzen.
Das Londonder Publikum war begeistert, noch im 19. Jahrhundert galt Omnipotence als Originalwerk Händels.

© Christian Schu
... es geht noch weiter.
Weitere Veranstaltungen in TAMIS folgen hier demnächst!
Die Übersicht der nachfolgenden Konzerte finden Sie bereits jetzt in unserem Flyer.
Rückblick
Samstag, 15. März, 19 Uhr
Evangelische Kirche Saarlouis
Totius Germaniae princeps
Ludwig Senfl (1490-1543) und seine Zeit
Ensemble Seraphita
Doris Wagner-Steffan, Sopran
Angela Lösch, Alt
Heiko Garvs, Tenor
Martin Steffan, Tenor
Vinzenz Haab, Bass
Céline Jacob, Zink, Renaissance-Flöte
Doris Wagner-Steffan, Renaissance-Flöte
Jean-Daniel Haro, Gambe
Jean-François Haberer, Orgel/Cembalo
Eintritt:
15 € / 10 € ermäßigt / 5 € Schüler & Studierende
Ticket-Vorverkauf:
TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85

In deutschen Landen galt Ludwig Senfl einst als bedeutendster Komponist seiner Zeit. Selbst Martin Luther im "protestantischen Norden" schätzte den Katholiken wie keinen anderen Komponisten seiner Zeit. Im Gefolge Kaiser Maximilians reiste Senfl durch Europa, auch zum Konzil nach Konstanz und zum Papst in Rom
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Seit wenigen Jahren wird Senfls Musik intensiv erforscht. Ein Konzert in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Ludwig Senfl in Wien.

Sonntag, 9. März, 17 Uhr
Deutschherrnkapelle Saarbrücken
O Temps divers


Eine musikalische Reise durch Europa im 16. Jahrhundert.
Werke von Janequin, Sermisy, Lassus, Sandrin, Ortiz, Dowland, M. Praetorius, Senfl, Ruffo, Gastoldi u.a.
Laura Demjan, Sopran
Andreas Kaiser, Tenor
Ensemble HEAVenlY Wood, Leitung Bernhard Stilz
Eintritt:
15 € / 10 € ermäßigt /
5 € Schüler & Studierende
Ticket-Vorverkauf:
oder 0681 910.24.85

Ein Streifzug durch die wichtigsten Musikzentren der Renaissance, einer Epoche vor allem der Vokalkunst, an der auch Instrumentalisten Gefallen fanden. Sie orientierten sich nicht nur an ihr, sie zauberten daraus eine Variationskunst mit ganz eigener Virtuosität. Bernhard Stilz und sein Ensemble verfolgen die höchst faszinierende Geschichte einer Emanzipation, die der Musikwelt zum Ende der Renaissance nicht nur "große Namen" sondern auch eine eigenständige Kunst bescheren sollte: die Instrumentalmusik.

Für seine Konzerte nutzt das Ensemble HEAVenlY Wood ein reiches Arsenal historischer Instrumente und Klangfarben: ven den volltönenden Renaissanceblockflöten (deren Kontrabass-Variante über 2 Meter Länge misst) bis zu fast vergessenen Instrumenten wie Krummhorn, Dulzian, Schalmei, Pommer, Ranckett, Cornamuse, Gemshorn ... und einer Truhenorgel.
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Ein Konzert in Kooperation mit dem Verein KuBe e.V., mit Unterstützung der VSE AG.
Samstag, 8. März, 11 Uhr
Wendelinus-Basilika St. Wendel
Denkmalorgeln der Großregion
Station II
Werke von Joseph G. Rheinberger, Ludwig Boslet, Alexandre Guilmant, Immanuel Faisst u.a.
Stefan Klemm, Orgel
Einführung: Hildegard Thiel
Eintritt frei, Spenden willkommen
Kantor Stefan Klemm bietet auf der historischen Klais-Orgel von St. Wendelinus einen Querschnitt durch die Orgelliteratur, mit Werken von Georg Muffat, Alessandro Poglietti, Jean Langlais und von dem ungarischen Spätromantiker Deszö d'Antalffy-Zsiross. Eine Einführung zur Orgel und zum Programm gibt Hildegard Thiel.

© Alexander Stier
Rosenmontag, 3. März, 14-18 Uhr & Fastnachtsdienstag, 4. März, 14-18 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Kurs Renaissance- und Barocktanz
Carla Linné, Bremen, Pochette (Tanzgeige)
Tänzerin und Lehrerin für Barocktanz
Wir beschäftigen uns zwei Tage lang mit der Kunst des Tanzens, wie sie am Hof Ludwig XIV gepflegt wurde. Durch die enge Verbindung zu der Musik dieser Zeit, und nicht nur der französischen, die zu einem hohen Prozentsatz Tanzmusik ist, eröffnen sich neue Perspektiven für das eigene Musizieren. Ein weiterer Aspekt ist, daß dieser Tanzstil auch als Übung in Körperbeherrschung gesehen werden kann.
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Mitzubringen sind bequeme Kleidung und Tanzschläppchen oder ähnliches Schuhwerk.​​​

Teilnahmegebühr: 60 €
Anmeldung über unser Kontaktformular oder per Mail an TAMIS@alte-musik-saar.de

Carla Linné begann ihr Studium bei Maria Egelhof und Yfrah Neaman in Mainz und Lübeck im Fach Violine/Orchestermusik. Von dort wechselte sie nach Bremen an die Hochschule für Künste, um Barockvioline zu studieren. Entscheidende Impulse erhielt sie dort von Sirkka-Liisa Kaakinen. Sie schloss dieses Studium mit dem Künstlerischen Diplom ab und arbeitet als freischaffende Künstlerin.
Während des Studiums in Bremen begann sie sich für Historischen Tanz, besonders Barocktanz, zu interessieren. Dieser wurde zu ihrem größten Interesse neben der Geige und sie erhielt ihre Ausbildung in Bremen bei Jürgen Schrape. Inzwischen unterrichtet sie selbst historischen Tanz an der Hochschule für Künste Bremen.
Ihr drittes großes Interesse gilt dem Geigenbau, besonders dem historischen Geigen- und Bogenbau. Auch dies machte sie zum Beruf und baut vor allem historische Bögen.
Durch die Verknüpfung der musikalischen mit der tänzerischen und der handwerklichen Ausbildung ergibt sich ein ganzheitlicher, umfassender Umgang mit allen Aspekten der Aufführungspraxis.
Samstag, 22. Februar, 19 Uhr
Deutschherrnkapelle Saarbrücken
Virtuosität "auf Probe"
Generalbasspraxis barocker Virtuosen zwischen Improvisation und Komposition
Werke von Ortiz, Pasquini, Niedt, Bach, Mattheson u.a.
Jörg-Andreas Bötticher, Cembalo​
Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt / 5 € Schüler & Studierende
Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de
oder 0681 910.24.85
Prof. Bötticher lehrt an der berühmten Schola Cantorum Basel und bereist die Konzertsäle der Welt. In diesem Gesprächskonzert präsentiert er die lange vergessene Kunst, über einfachen Generalbass-Linien komplexe Musik entstehen zu lassen. Als Basis dienen ihm originale Quellen, darunter Suiten und Tanzmodelle, Partimenti und "Probestücke", and denen einst auch ein Johann Sebastian Bach sein Talent beweisen musste.

Sonntag, 9. Februar, 17 Uhr
Deutschherrnkapelle Saarbrücken
Von „Gänsewein, Floh-Hatz und Eulenspiegeleien reimenweis“
Johann Fischart (+ 1591 in Forbach) und seine Zeit​
Konzert mit Lesung
Maria Cleary, historische Harfe
Walter Schmuck, Textvortrag
Prof. Dr. Sikander Singh, Textauswahl
Eintritt frei, Spenden willkommen
In Fischarts Werken spiegele sich der "gesamte Kosmos der Renaissance", staunten die Germanisten schon im 19. Jahrhundert. Seinen Wort-Spielen und -Neuschöpfungen widmete sogar der renommierte Reclam-Verlag einige seiner Volksbildungshefte. In seinen anonym publizierten Pamphleten zeigt Fischart sich ganz anders: als wortgewaltiger Ankläger von Papismus und Amtsmissbrauch.
Namhafte Institute (auch an der Universität des Saarlandes) erforschen diesen bedeutenden Dichter der Renaissance. Viel zu wenige aber haben von ihm je gehört oder gelesen. Weshalb wir ihm ein Konzert mit Lesung widmen.​

​Ein Konzert in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv SaarLorLuxElsass. Prof. Dr. Maria Cleary (Genf) spielt Renaissancemusik aus Fischarts Strasbourger Umfeld, gedruckt von seinem Verleger Jobin.
Hier können Sie sich noch einmal die Texte der Fischart-Lesung (9. Februar) anhören. Ein herzlicher Dank an Walter Schmuck, der die Texte gelesen und uns die Dateien zur Verfügung gestellt hat.​​​​
Samstag, 1. Februar, 19 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Tanz des Lebens
Ensemble Phaeton Bremen
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Carla Linné, Barockvioline & Barocktanz
Sayaka Namizuka, Cembalo & Barocktanz
Katia Kuzminykh, Violoncello & Viola da Gamba
Jörg Hitz, Cembalo & Orgel
Hans Salger, Barockvioline & Barockviola
Friederike Kühl, Gesang

Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt / 5 € Schüler & Studierende
Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Mit Bildern und Klängen bringt das Bremer Ensemble Phaeton Geschichten wieder zum Leben. Das Fundament seiner Performance ist stets die Musik: sie trägt Tanz und gesungenes Wort. In zeitlosen Kostümen präsentieren sich die sechs Mitglieder in einer Vielfalt musikalischer, tänzerischer und pantomimischer Ausdrucksformen. Die Thematik dieses Konzerts kreist um die Erfahrung von Endlichkeit und die Grundfragen menschlicher Existenz zwischen „Leben und Tod“. Im Zentrum des Geschehens steht das Volkslied Es ist ein Schnitter heißt der Tod, das durch einen musikalischen Abend voller Leben führt, dazu die Leiterin Carla Linné: „Der Tod spielt dem Leben zum Tanz auf und das Leben dem Tod. Dazwischen steht ein Mädchen und singt …“​​
Samstag, 4. Januar, 11-12 Uhr
Kirche St. Engelbert und Kirche St. Josef in St. Ingbert
Denkmalorgeln der Großregion
Eröffnungskonzert
Werke von Joseph G. Rheinberger, Ludwig Boslet, Alexandre Guilmant, Immanuel Faisst u.a.
Christian von Blohn, Orgel und Einführung
Eintritt frei, Spenden willkommen
Wandelkonzert an den historischen Orgeln der Stadt St. Ingbert:
St. Engelbert (Schlimbach 1874, II 23) und St. Josef (Voit 1894 III / 38(60))
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Die Orgellandschaft der Großregion ist reich an historischen Instrumenten, die es wiederzuentdecken gilt. Christian von Blohn stellt zwei Orgeln vor, die in diesem Neujahrskonzert der besonderen Art „erwandert“ werden. Neben Musik und Kurzporträt der Orgeln sind die Besucher auch zu einem warmen Getränk eingeladen.
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Im Laufe des Jahres 2025 folgen weitere Orgel-Porträts im ganzen Saarland. Diese Konzerte werden als Samstag-Matinée (Beginn 11 Uhr, Dauer eine knappe Stunde) angekündigt auf unserer Website.
Sonntag, 22. Dezember, 17 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Marc-Antoine Charpentier
Messe de Minuit
Milena Bischoff, Sopran
Susanne Gastauer, Sopran
Leandro Marziotte, Alt
Georges Reichrath, Tenor
Christian Heib, Bass
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Projektchor der Akademie für Alte Musik
Ensemble HEAVenlY Wood, Ltg. Bernhard Stilz
Ensemble Les Violes, Ltg. Elisabeth Woll
Einstudierung und Leitung: Joachim Fontaine

Eintritt frei
Erstmals bietet die Akademie für Alte Musik ein Konzert zur aktiven Teilnahme für engagierte Laien-Sängerinnen und -Sänger. Vorkenntnisse sind kein Muss, wohl aber die Bereitschaft, regelmäßig an den Proben teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht die Messe de minuit, Musik zur Christnacht, von Marc-Antoine Charpentier, einem der berühmtesten Barockmusiker Frankreichs zur Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV, heutzutage bekannt als Komponist der Eurovision-Fanfare. Für seine berühmte Weihnachtsmesse hatte Charpentier eine ganz besondere Idee. Als musikalische Grundlage dienten ihm die schönsten Noëls – französischen Weihnachtslieder – seiner Zeit, die er in nicht minder zauberhafte Mehrstimmigkeit verwandelt hat, begleitet von den Farben der Streicher und Blockflöten.
Freitag, 13. Dezember, 19 Uhr
Jagdschloss Karlsbrunn
Goethe und die Musik
Mechthild Blaumer, Violine & Anne-Catherine Bucher, Cembalo
Mario Blaumer, Violoncello & Moderation
Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt - Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Johann Wolfgang von Goethe unternahm von Straßburg aus in jungen Jahren mit seinen Saarbrücker Freunden eine Reise in unsere Gegend, die für ihn „wegweisend“ sein sollte. Anlass genug, Deutschlands Dichterfürsten im Goethe - Jahr 2024 in TAMIS zu berücksichtigen. – War Goethe musikalisch? Kein anderer Dichter wurde so oft vertont wie er. Goethe selbst bewertete sein Musikverständnis eher als bescheiden. Tatsächlich aber setzte sich der große Dichter zeitlebens intensiv mit Musik auseinander, sowohl wissenschaftlich als auch persönlich. Er forschte dazu nicht nur selbst, sondern pflegte regen Kontakt zu Persönlichkeiten, die er als Kenne der Materie schätzte, allen voran der Komponist und Chorleiter Carl Friedrich Zelter.
Goethes „Tonlehre“ und sein Entwurf einer „musikalischen Farbenlehre“ zeugen von diesem großen Interesse. Musik als die „Künste aller Künste“ hatte für Goethe unterhaltsamen, bildenden und tröstenden Wert. – Ein musikalischer Abend mit und ohne Worte.
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Montag, 9.Dezember, 19 Uhr
Basilika St. Johann
Von der Synagoge zum Palast
Musik von Salomone Rossi (ca. 1570-ca. 1630)
und Claudio Monteverdi (1567-1643)
Profeti della Quinta:
Doron Schleifer, Andrea Gavagnin, Countertenor
Lior Leibovici, Loic Paulin, Tenor
Orí Harmelin, Theorbe
Elam Rotem, Bass und musikalische Leitung

© Elam Rotem
Eintritt 25 € / 15 € ermäßigt, Mitglieder 20 €, Schüler und Studenten 5 €
Vorverkauf: www.ticket-regional.de SKM@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Zwei Komponisten, die selten gemeinsam präsentiert werden. Der eine berühmt als Pionier der Oper, der andere dank einer faszinierenden Sammlung hebräischer Musik. Doch beide müssen sich gekannt haben, denn beide standen für einige Zeit in Diensten der Gonzaga-Fürsten in Mantua, eines der Musikzentren Europas. Beide experimentierten mit Musik, verwandelten die freien, emotionalen Verse der Madrigal-Dichtung in Neue Musik und wurden zu Wegbereitern der neuen harmonisch intensiven Musiksprache des Generalbass-Zeitalters. Nicht zuletzt wirkte Rossi als Geiger am Hof der Gonzaga, als Monteverdi dort als maestro della musica die Musik zu verantworten hatte. Rossis Schwester, gefeiert als Madama Europa trat als Sängerin in Monteverdis Oper auf. Ein Konzert, das leidenschaftliche Madrigale und verspielte Duette neben würdevolle jüdische Gebete stellt. Rossi kannte Monteverdis Musik gut. Doch ist auch Monteverdi jemals an Rossis Synagoge vorbeigekommen?
Samstag, 7. Dezember, 20 Uhr
Eglise protestante de Forbach
Grandes Antiennes O
Gregorianik aus Metz in Alternatimpraxis zu Orgelmusik aus Renaissance und Barock
Scola Metensis, Ltg. Marie-Reine Demollière –
Centre d’Études Grégoriennes de Metz
Thierry Ferré, Domorganist der Kathedrale Saint-Étienne Metz​
Eintritt frei, Spenden willkommen
Die Legende erzählt, den Gregorianischen Gesang hätten wir Papst Gregor IV. zu verdanken. Tatsächlich aber führt seine Geschichte nach Metz, zur mittelalterlichen cantilena metensis. Im Jahr 805 ordnete kein Geringerer als Karl der Große an, für diesen „Metzer Gesang“ eine Schule zu gründen, zu der alle cantores seines Weltreichs pilgern sollten, um sich dort und nirgendwo anders zu perfektionieren. Die Musikpraxis an der Kathedrale von Metz kann daher als Wiege der abendländischen Musik gelten, wie sie bis heute noch in Kirchen und Kathedralen zu hören ist. Als Kanon heiliger Musik blieben die gregorianischen Melodien mehr oder minder unverändert erhalten, wurden aber auf zweierlei Weise verschönert: als cantus firmus blieben sie der melodische Kern kunstvoller Mehrstimmigkeit, im Wechsel zu ihnen entstand sechs Jahrhunderte nach ihrer ersten Blüte eine nicht minder kunstvolle Orgel-Praxis, die im Wechsel zu den einstimmigen Melodien Orgel-„Versetten“ und Choralvariationen bot.

Hinweis:
Wir empfehlen für den Besuch wärmere Kleidung. Decken werden allerdings auch bereitgestellt.
Sonntag, 1.Dezember, 17 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Concert Royal – Les chemins du Baroque
Werke von Louis-Antoine Dornel, François Couperin, Johann Christian Schickhardt u.a
La Bande baroque:
Christina Ewald, Blockflöte
Anne Clement, Blockflöte und Viola da gamba
Štefan Iľaš, historische Tasteninstrumente

© Benny Dutka
Eintritt 15 € / 10 € ermäßigt - Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Drei junge Musikerinnen und Musiker aus Deutschland, der Slowakei und Luxemburg. Gefunden haben sie sich während ihres Studiums, seither verfolgen sie in der Großregion Saar-Lor-Lux und weit darüber hinaus eine Karriere, die die Wechselwirkungen verschiedener „Nationalstile“ und Komponistenpersönlichkeiten verfolgt. Insbesondere Werke berühmter Barockmeister an französischen und deutschen Fürsten- und Königshöfen treten in diesem Concert Royal in einen musikalischen Dialog.
Samstag, 30. November, 19 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Saarbrücker Entdeckungen
Werke von Christian Ernst Graf, Philipp Jakob Riotte, Johann Christian Stumpff u.a.
SaarLorLux Ensemble:
​​​Mechthild Blaumer, Violine
Helmut Winkel, Violine
Vincent Roth, Viola
Mario Blaumer, Violoncello
Idoia Bengoa, Fagott​
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​​Joachim Fontaine - Einführung

Eintritt 15 € / 10 € ermäßigt - Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Vor wenigen Jahren hat der Komponist Christian Ernst Graf hierzulande für Furore gesorgt, da die Saarbrücker Residenz bis zur Wiederentdeckung der Streichquartette, die der Komponist dem Fürsten von Nassau-Saarbrücken gewidmet hatte, als musikhistorisches Niemandsland galt. Dann aber kamen weitere Namen hinzu, zuletzt im Frühjahr 2024. Für uns als Akademie ist das der Anlass, die Entdeckungen saarländischer und insbesondere Saarbrücker Barockkomponisten um ein weiteres Kapitel fortzuschreiben. Das Programm führt in die Jahre zwischen Barock und Klassik, eine politisch sehr bewegte Zeit, in der unsere Region von französischen Revolutionstruppen eingenommen wurde.

Donnerstag, 14. November, 19 Uhr
Sendesaal des Saarländischen Rundfunks
Mirabilia
Die Entwicklung der Instrumentalmusik in der Mitte des 17. Jahrhunderts
Ensemble La Vaghezza​

© Laima Arlauskaite
Werke von Tarquinio Merula, Tomás Luis de Victoria, Biagio Marini, Salomone Rossi, Giovanni Valentini, Andrea Falconieri, Antonio Bertali und anderen
Eintritt 25 € / 15 € ermäßigt, Mitglieder 20 €, Schüler und Studenten 5 €
Vorverkauf: www.ticket-regional.de - SKM@alte-musik-saar.de – 0681 910.24.85
Bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 2016 bereiste das junge Ensemble La Vaghezza die Konzertsäle der Welt. Es hat sich auf die Gattung der Trio-Sonate fokussiert, deren Repertoire im 17. und frühen 18. Jahrhundert einen unermesslichen Reichtum an musikalischen Entdeckungen zu bieten hat. Sein Credo hat das Ensemble einmal als Suche umschrieben: “… nach einer Schönheit, die unmöglich zu verstehen oder erfassen ist: wie Rauch, etwas, das berührt werden muss, aber ungreifbar bleibt.” Die internationale Musikpresse feiert die Interpretationen der fünf jungen italienischen Musikerinnen und Musiker, die die Freiheit und Extravaganz gerade der italienischen Musik des 17. Jahrhundert so originell und unverwechselbar zur Geltung bringe wie kein anderes Ensemble.
Mittwoch, 13. November, 15 Uhr
Hochschule für Musik Saar
Offene Probe und Workshop

© Laima Arlauskaite
Das Weltklasse-Ensemble La Vaghezza, das am Folgetag in Saarbrücken gastiert, probt öffentlich und erarbeitet Werke mit den Studierenden der Hochschule für Musik. Offen für Besucher und Interessierte.
Samstag, 2. November, 17 Uhr
Filmhaus Saarbrücken
Stummfilm mit Originalmusik
Die Austernprinzessin – Komödie von Ernst Lubitsch (D 1919)
Aufführung mit Live-Begleitung
Joachim Fontaine, Klavier

Quelle: IMDb
Kooperation Festival Silent Nights
und Deutsches Filminstitut
Eintritt 10 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf über das Filmhaus Saarbrücken, Mainzer Straße 8, Saarbrücken Tel. 9054800
Der schwerreiche amerikanische Geschäftsmann Quaker hat sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient und ist deshalb überall als Austernkönig bekannt. Seine temperamentvolle Tochter, die "Austernprinzessin", will unbedingt einen europäischen Adligen ehelichen. So gerät sie an den mittellosen Prinz Nuki, doch der schickt zunächst seinen Diener Josef vor. In der Annahme, einen echten Prinzen vor sich zu haben, heiratet die ungestüme Millionärstochter den Dienstboten bei der erstbesten Gelegenheit. Damit setzt sie eine turbulente Ereigniskette in Gang, die zu einem Happy End für alle Beteiligten führt. (Quelle: murnau-stiftung.de)
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Auch dieses Konzert ist ein Ableger der Aktitiväten der Akademie für Alte Musik. Die originale Musikpraxis zu Stummfilmen ist heute so gut wie vergessen. Hunderte, tausende originale Quellen warten darauf, wieder entdeckt zu werden. Das war Anlass; für und mit Filmtheatern das Stummfilm-Festival Silent Nights ins Leben zu rufen (vom 31. Oktober bis 3. November).
Sonntag, 20. Oktober, 11 Uhr
Hochschule für Musik Saar – Konzertsaal
Matinée – Abschlusskonzert
Studierende und aktive KursteilnehmerInnen präsentieren die Ergebnisse der Masterclass.
Eintritt frei
Donnerstag, 17. bis Sonntag, 20. Oktober 2024
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Hochschule für Musik Saar
Giesekingsaal / Konzertsaal
Öffentlicher Meisterkurs Barockgesang & Continuo-Praxis
Kursleitung:
Prof. Jörg-Andreas Bötticher, Cembalist und Organist (Schola Cantorum Basel)
Prof. Kai Wessel, Coutertenor (Köln)

© Kai Wessel

© Jörg-Andreas Bötticher
Der Coutertenor Kai Wessel lehrt neben seiner künstlerischen Laufbahn (mit über hundert CD-Einspielungen) als Professor in Köln.
Jörg-Andreas Bötticher lehrt an der weltweit wohl bekanntesten Akademie für Alte Musik, der Schola Cantorum in Basel.
Beide wurden für den künstlerischen Nachwuchs des Saarlandes eingeladen. Freundinnen und Freunde der Alten Musik sind als Gasthörer jederzeit willkommen (Eintritt frei). Die Räumlichkeiten des Kurses sind ausgeschildert in der Hochschule (Bismarckstraße 1).
Im Fokus steht die Erarbeitung eines frühbarocken Repertoires, sowohl was die Technik der Verzierung im Sologesang, als auch die Ausgestaltung des Generalbasses angeht.
Abschlussmatinée am Sonntag, 20. Oktober, 11 Uhr im Konzertsaal der Hochschule.
Eröffnungskonzert: Sonntag, 13. Oktober, 17 Uhr
Evangelische Kirche Saarlouis
Orgel-Rezital Ton Koopman – Amsterdam
Kooperation mit dem Orgelsommer 2024
Eintritt frei, Spenden willkommen.
Kartenreservierung über www.ticket-regional.de
Infos auch unter www.diekoenigin.org

© FoppeSchut
Ton Koopman zählt zweifelsohne zu den berühmtesten Musikern unserer Zeit. Als Pionier der Alten Musik und insbesondere der großen Namen des Barock hat er Generationen von Musikern geprägt. Auf der großen Führer-Skrabl-Orgel der Evangelischen Kirche Saarlouis, deren Klangfarben und Register nach der Hildebrandt-Orgel des Naumburger Doms disponiert sind (eine der Lieblingsorgeln des Thomaskantors Johann Sebastian Bach), eröffnet Koopman nicht nur das Festival TAMIS, sondern beschließt den diesjährigen Orgelsommer im Landkreis Saarlouis.

© Richard Menzel
Donnerstag, 10. Oktober 2024, 19 Uhr
Friedenskirche Saarbrücken
Il Labirinto – Das Labyrinth
Ensemble Helicona – Davide Monti
Werke von Benedetto Marcello, Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach/Johann David Heinichen, Marin Marais, Pietro Antonio Locatelli & Improvisation
Helicona Ensemble:
Sandhya Nagaraja, Gesang & Tanz
Davide Monti, Barockvioline
Maria Cleary, arpa doppia (Barockharfe)

Eintritt 15 € / 10 € ermäßigt - Ticket-Vorverkauf: TAMIS@alte-musik-saar.de oder 0681 910.24.85
Das Leben – ein Labyrinth. Bis ins 2. vorchristliche Jahrtausend reicht dessen Symbolik für die verworrenen Pfade der menschlichen Existenz zurück. Der italienische Geiger Davide Monti greift in seinem neuesten Projekt vielfältige Bezüge auf: er folgt dem „Faden der Ariadne“ entlang barocker Opernszenen, er verliert sich in „harmonische Labyrinthe“ ebenso wie in die „orientierungslose“ Virtuosität eines Locatelli. Wie stets bettet Davide Monti, einer der kreativsten Köpfe der Early Music-Szene, sein Konzept ein in einen breiten Kontext von Gesang, Tanz und Musik, vom Frühbarock bis in die Zeit Bachs. Mit von der Partie in seinem Ensemble Helicona ist diesmal die Tänzerin und Sängerin Sandhya Naragaja.
Programmheft - bitte anklicken
Sonntag, 6. Oktober 2024, 10 Uhr, Gottesdienst
Evangelische Kirche Saarlouis
Johann Caspar Kerll: Missa superba (c 1670)
Ensemble UnaVolta – Kantorei Saarlouis – Ltg. Joachim Fontaine

Johann Caspar Kerll wurde für seine Musik vom Kaiser sogar geadelt. Aufmerksam wurde die Musikwelt auf den Wiener Hofkomponisten über den Umweg Leipzig: Kein Geringerer als Johann Sebastian Bach hatte Kerlls Missa superba im Notenschrank und hat sich das Werk zum Vorbild genommen für sein Opus magnum, die Hohe Messe h-moll. Eine Wiederentdeckung der besonderen Art, auf den Spuren der Vorbilder, die die großen Namen der Musikgeschichte hatten. Es singt die – mehrfach mit Preisen ausgezeichnete – Kantorei Saarlouis unter Leitung von Joachim Fontaine, es spielt das Ensemble UnaVolta in einer frühbarocken Besetzungen aus Streichern und vier Posaunen.
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Eintritt frei